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Was soll die BGE untersuchen?
#1
Die Schachtanlage Asse II wird analog einer kerntechnischen Anlage überwacht. Mehr als 70 Mitarbeiter*innen arbeiten in der Abteilung Strahlenschutz. Auf der Schachtanlage Asse II erfolgen jedes Jahr mehr als 72.000 Strahlenschutzmessungen. Die Messungen der BGE werden durch Messprogramme Dritter kontrolliert und ergänzt. Fazit der bisherigen Messungen: Der Aktivitätsbeitrag durch die Schachtanlage Asse II ist in der Umgebung nicht nachweisbar. Im Mai 2022 hat die BGE in der Reihe Betrifft: Asse über die verschiedenen Programme und deren Ergebnisse berichtet.

Grundlage der Überwachung ist die „Richtlinie zur Emissions- und Immissionsüberwachung kerntechnischer Anlage“ – kurz: REI. Die Richtlinie schreibt der BGE vor, wie die Anlage zu überwachen ist, um den Strahlenschutz zu gewährleisten. Untersucht werden zum Beispiel Boden- und Pflanzenproben, Niederschlagswasser und offene Gewässer, aber auch die Direktstrahlung, die von der Schachtanlage Asse II ausgeht.

Die BGE setzt die Vorgaben der REI vollumfänglich um. Gleichzeitig geht die BGE an verschiedenen Stellen über das geforderte Maß hinaus. So wird etwa an deutlich mehr Messpunkten die Direktstrahlung der Schachtanlage Asse II gemessen, als dies rechtlich vorgeschrieben wäre. Zum Beispiel werden in der Umgebung der Schachtanlage Asse II vierteljährlich an 19 Probeentnahmestellen Wasserproben von Grund-, Quell- und Fließgewässern entnommen und untersucht. Gemäß REI wären zwei Probeentnahmestellen ausreichend.
Im Zuge der Rückholung wird es zu zusätzlichen Ableitungen kommen. Das ist eine andere Situation als heute. Gleichzeitig werden die gesetzlichen Grenzwerte sicher eingehalten werden. Die BGE wird die Maßnahmen des Strahlenschutzes an die neue Situation anpassen.
In der Vergangenheit erreichten die BGE verschiedene Vorschläge, welche Umweltmedien und welche radioaktiven Stoffe zusätzlich untersucht werden könnten. Dazu gehören Baumscheiben, Milchzähne sowie der Schlamm aus Teichen.

Was sagen Sie: In welchem Umfang sollte die BGE das Überwachungsprogramm aufgrund der Umsetzung der Rückholung anpassen? Ihre Vorschläge können Sie hier im Forum zur Diskussion stellen oder schreiben Sie uns an info-asse@bge.de
Mehr Informationen zur Frühen Öffentlichkeitsbeteiligung finden Sie auf unserer Internetseite unter www.bge.de/asse-beteiligung
#2
Eine namentlich nicht genannte Person hat der BGE per Postkarte folgende Anregungen zukommen lassen. Um die Anregungen einer breiteren Öffentlichkeit bekannt zu machen, veröffentlichen wir diese Rückmeldung auch im Forum. Die Wiedergabe erfolgt im Originalwortlaut:



"Die Messprogramme sollten auch das Grundwasser messen."



Antwort der BGE:

 

Vielen Dank für die Anregung. Bereits heute wird das Grundwasser sowie Oberflächenwasser und Trinkwasser im Rahmen der Umgebungsüberwachung untersucht. Die Proben werden vierteljährlich genommen. Im Jahr 2021 wurden Proben an 12 bis 14 von insgesamt 19 Entnahmestellen genommen. Die Proben wurden gammaspektrometrisch untersucht. Die Entnahmeorte finden sich in den Gemeinden Remlingen, Vahlberg, Wittmar, Denkte und Kissenbrück. Alle Ergebnisse liegen unterhalb der Nachweisgrenze. Die Werte sind also niedriger als es mit den gewählten Messverfahren erfasst werden kann. In solchen Fällen wird die Nachweisgrenze angegeben.

 

Weitere Informationen zur Strahlenschutzüberwachung der Anlage finden Sie in einer Meldung vom 17. Mai 2022:  https://www.bge.de/de/asse/meldungen-und.../722-asse/ Die Fachberichte zum Thema Strahlenschutz sind ebenfalls auf unserer Internetseite veröffentlicht: https://www.bge.de/de/asse/wesentliche-u...lenschutz/
#3
Folgende Anregung hat uns S. Malischnigg aus Wolfenbüttel zur Diskussion per Postkarte zukommen lassen:

"Atommüll verarbeiten zur Energiegewinnung --> Recycling :-) Fusionsenergie-Verfahren, damit kein Atommüll weiterhin entsteht."

Antwort der BGE:
Vielen Dank für die Anregung. Zwar gibt es entsprechende Forschungen auf den von Ihnen genannten Gebieten, allerdings sind die Verfahren bis heute nicht im benötigten technischen Maßstab verfügbar. Für die radioaktiven Abfälle aus der Schachtanlage Asse II ist das Thema Recycling daher keine Option. Ob zukünftig Energie durch Kernfusion gewonnen werden kann, muss die weitere Forschung zeigen. Allerdings würden auch bei diesem Verfahren radioaktive Abfälle anfallen. Mit den Fragen zu Alternativen der tiefengeologischen Endlagerung hat sich unter anderem auch das Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung beschäftigt. Weitere Informationen finden Sie auf der Internetseite des BASE unter: https://www.base.bund.de/SharedDocs/Pres...rgung.html


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