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Forum: Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen – andere Orte
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Willkommen im BGE Forum!
Forum: Willkommen im BGE Forum! (bitte vor Benutzung lesen)
Letzter Beitrag: bge_moderator
17.02.2021, 12:05
» Antworten: 0
» Ansichten: 2.107

 
  Straßenverlegung
Geschrieben von: Anwohner - 31.03.2021, 09:02 - Forum: Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen – Bereich Asse - Antworten (1)

Ich denke, im Zuge der übertägigen Anbindung von Schacht 5 an das Bestandsbergwerk und Zwischlager wird sicherlich der derzeitige Verlauf der Kreisstraße von Remlingen nach Groß Vahlberg geändert werden müssen.
Ich möchte daher vorschlagen, zu prüfen, ob sich die Straße wie im angehängten Vorschlag ersichtlich, verlegen lässt.
Die vorgeschlagene Verlegung bietet mehre Vorteile, zum einen muss nicht mehr zwingend durch Groß Vahlberg gefahren werden um Orte wie Dettum, Weferlingen oder Möchevahlberg zu erreichen, diese Wege verkürzen sich erheblich, ohne dass Groß Vahlberg wesentlich schlechter zu erreichen ist.
Zum anderen wird die Natur geschont, denn der Weg durch bewaldetes Gebiet fällt deutlich kürzer aus, und der sensible Bereich um den Teich bei Groß Vahlberg, bei dem es jährlich im Frühling zu Amphibienwanderungen kommt, muss gar nicht mehr tangiert werden.

Ich würde mich freuen, wenn mein Vorschlag Anklang findet.



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  Ersatzflächen
Geschrieben von: jcfriedrich - 25.03.2021, 23:45 - Forum: Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen – andere Orte - Antworten (3)

Frage an die Moderation:

In der Veröffentlichung heißt es:
"Zuletzt wurde in der Gemeinde Cremlingen im Bereich Destedt aufgeforstet – als Ausgleich für den Bau der Bohrplätze für die Erkundungsbohrungen R10 und R11."

Wo genau ist diese Fläche und wie groß ist sie?

Vielen Dank im Voraus

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  Entsorgung im Tagebau Schöningen
Geschrieben von: bge_moderator - 10.03.2021, 10:10 - Forum: Umgang mit den Gesteinsmassen - Antworten (1)

Uns erreichte folgender Vorschlag per E-Mail, den wir hier gerne zur Diskussion stellen wollen:
 
"Sehr geehrte Damen und Herren,
sie hatten uns als Bewohner der Region Asse dazu aufgefordert, Anregungen zur Lagerung der anfallenden Gesteinsmassen des Asseschachts 5 zu geben. Keinesfalls sollten die Gesteinsmassen als Halde in der Asse oder unmittelbarer Nähe gelagert werden. Ich rege an, dass die anfallenden Gesteinsmassen in dem nur wenige Kilometer entfernten ehemaligen Kohletagebau bei Schöningen langfristig  und umweltgerecht eingelagert werden. Dabei gehe ich davon aus, dass es sich nicht um kontaminiertes Material handelt. Nach Abschluss der Einlagerung sollte das Gebiet umweltgerecht begrünt etc. werden."

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  Wiederaufbau der Asseburg
Geschrieben von: bge_moderator - 01.03.2021, 16:25 - Forum: Umgang mit den Gesteinsmassen - Antworten (2)

Die BGE erreichte folgender Vorschlag zum Umgang mit den Gesteinsmassen per E-Mail. Die BGE veröffentlicht den Beitrag in anonymisierter Form, um eine breite Diskussion des Vorschlags zu ermöglichen.
 
Obwohl ich mich nicht mit den Gegebenheiten und Verordnungen auskenne, kamen mir bezüglich der großen Menge anfallenden Gesteinsmaterials der Gedanke, damit die Asseburg wieder aufzubauen. 
Dazu wäre es natürlich nötig, das Gestein vom Salz zu trennen = schafft Arbeitsplätze. Früher wurden ja auch die Steine aus den Steinbrüchen zum Hausbau genutzt. Die Besucherzahl würde sich erhöhen und wenn dann auch noch eine Art Info/ Museum mit ertragsbringendem Eintrittsgeld als Ausflugsziel angeboten wird, gäbe es endlich wieder Einnahmen für unsere Gemeinde. Auch eine Verköstigung wäre dabei denkbar, falls es die Assewirtschaft nicht schaffen sollte (schafft auch wieder Arbeitsplätze). Natürlich fängt das nicht alle Gesteinsmassen auf, aber es wäre ein Anfang.
 
Mit dieser Idee möchte ich anregen, etwas für alle tun zu können: für die Bewohner, die Gemeinde, den Heimatverein, den Tourismus usw.
 
Keine schnelle, sondern eine wohl überlegte Antwort könnte weitere Ideen einfließen lassen und darauf freue ich mich, denn die Vision nimmt in meinem Kopf bereits Form an.

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  Mahnmal an der Asse
Geschrieben von: Uwe - 28.02.2021, 15:21 - Forum: Umgang mit den Gesteinsmassen - Antworten (1)

Wenn die Menge des Haufwerks etwa dem bereits angefallenen und bis zum Anschluss der Rückholung noch anfallenden Atommülls entspricht, bietet sich an diese Menge als sichtbares Mahnmal zu unserem unsichbaren Umgang mit der "Unterwelt" zu eben so einem Würfel der Kantenlänge 90x90x90 Meter aufzuschichten. Dann kann sich jeder entsprechend seiner Sozialisierung gemahnt fühlen oder über die Verschandelung der Landschaft aufregen.

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  Grundlagen der Rückholung
Geschrieben von: bge_moderator - 21.02.2021, 21:21 - Forum: Weitere Themen des Rückholplans - Antworten (3)

1967: Im alten Salzbergwerk Asse II beginnt ein neues Zeitalter. Schwach- und mittelradioaktive Abfälle werden hunderte Meter unter der Erde in das Bergwerk eingelagert. Damals ist das ein großer Fortschritt, denn in den frühen Jahren der Atomenergienutzung sind radioaktive Abfälle im Meer versenkt worden. Bis zum Ende der Einlagerung 1978 werden es 125.787 Fässer sein. Manche werden aufwändig in die Kammern im Bergwerk gestellt. Die meisten jedoch mit Radlagern abgekippt. Heute sind alle Kammern mit Fässern entweder mit Mauern verschlossen oder die Abfallfässer mit dicken Schichten aus Salzpulver abgedeckt. Ob ein Fass kaputtgegangen ist, kann noch niemand sehen. Die BGE rechnet aber mit einer großen Zahl zerstörter Behälter. Denn schon bald zeigt sich, dass das alte Salzbergwerk kein geeigneter Endlagerstandort ist. Heute ist die Schachtanlage Asse II ein großer Sanierungsfall.

Radioaktivität kann man nicht sehen, schmecken oder fühlen – aber sehr gut messen. Derzeit ist in der Schachtanlage Asse II keine relevante Strahlenbelastung messbar. Das ist wichtig für die Menschen, die im Bergwerk arbeiten, und die Anwohner*innen in der Umgebung und wird mit einem großen Messprogramm kontrolliert. Aber für zukünftige Generationen kann die Situation anders aussehen. Die im Atomgesetz geforderte Langzeitsicherheit kann nicht nachgewiesen werden, wenn die Abfälle in der Schachtanlage Asse II verbleiben. Das hat ein Vergleich verschiedener Optionen zur Stilllegung im Jahr 2010 ergeben.

Durch die große Last des Gebirges bewegt sich das Bergwerk – Risse entstehen. Risse sind schlecht für die Stabilität des Bergwerks. Wasser kann durch Risse ins Bergwerk gelangen, und die radioaktiven Stoffe werden nicht mehr sicher von der Umwelt abgeschirmt. Wasser kann im Salzbergwerk eine zerstörerische Kraft einfalten. Sickert es aus dem Gestein ins Bergwerk ein, löst es Salz auf. Dadurch können sich Fließwege vergrößern und noch mehr Wasser eindringen. So viel, dass die Situation irgendwann technisch nicht mehr beherrscht werden kann. Derzeit ist bereits so viel Salz im Wasser gelöst, dass im Bergwerk selbst inzwischen kein Salz mehr aufgelöst wird. Ob das auch in Zukunft so sein wird, weiß niemand. Mehr Informationen zum Wasser in der Asse finden Sie in unserem Themenschwerpunkt „Das Wasser in der Asse“.

Die Rückholung

Schon nach wenigen Jahren zeigt sich, dass ein ausgefördertes altes Bergwerk nicht der ideale Platz ist, um radioaktive Abfälle sicher zu lagern. Trotz der Probleme sollte die Anlage geschlossen werden und der Atommüll im Bergwerk bleiben. Doch in der Region regte sich Widerstand. Dem Engagement von Bürgerinitiativen, von Politiker*innen und vielen Bürger*innen in der Umgebung der Schachtanlage Asse II ist es zu verdanken, dass die Zukunftspläne für die Asse neu bewertet wurden. In einem ersten Schritt wurde die Asse 2009 unter das Atomrecht gestellt. Zuvor wurde das ehemals als Forschungsendlager angelegte Bergwerk unter Bergrecht geführt. Das Atomrecht stellt höhere Sicherheits- und Genehmigungsanforderungen. In der Praxis führt das gelegentlich zu zähen Genehmigungsprozessen. Nach einem Vergleich mehrerer Stilllegungsoptionen wurde entschieden die radioaktiven Abfälle wieder zurückzuholen. Die Rückholung der radioaktiven Abfälle ist seit 2013 der gesetzliche Auftrag der BGE. Mit dem sogenannten Lex Asse hat der Bundestag eine Rechtsgrundlage geschaffen, die auch eine Zusammenfassung verschiedener Rechtsgebiete im Genehmigungsverfahren erlaubt, und kann damit zu einer Beschleunigung der Arbeiten zur Rückholung beitragen.

Atomgesetz § 57b Betrieb und Stilllegung der Schachtanlage Asse II

„(2) Die Schachtanlage ist unverzüglich stillzulegen. […] Die Stilllegung soll nach Rückholung der radioaktiven Abfälle erfolgen.“
Die Asse ist ein herausforderndes Projekt. Es gibt es kein Vorbild, keine Blaupause, dafür aber viele Ungewissheiten. Wie die Rückholung einmal aussehen könnte, beschreibt der Rückholplan, den die BGE im Frühjahr 2020 vorstellte. Im Wesentlichen müssen Bergetechniken entwickelt, ein Rückholbergwerk inklusive eines neuen Schachts gebaut und die Abfälle über Tage untersucht, neu verpackt und so lange zwischengelagert werden, bis sie zukünftig an ein Endlager abgegeben werden können. Die Rückholung soll 2033 beginnen. Bis dahin werden die Arbeiten mehr als drei  Milliarden Euro kosten. Das Aussehen der Anlage wird sich unter und über Tage verändern. Mehr über die Rückholpläne finden Sie in unserem Themenschwerpunkt „Rückholung“.

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  Ausgleich für den Naturverbrauch
Geschrieben von: bge_moderator - 21.02.2021, 21:16 - Forum: Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen – andere Orte - Keine Antworten

Um den Einstieg in die Diskussion zu erleichtern, geben wir an dieser Stelle die für dieses Thema wichtigen Inhalte aus unserer Multimedia-Anwendung zur frühen Öffentlichkeitsarbeit wider. Zur gesamten Multimedia-Anwendung gelangen Sie hier.
Darüber hinaus stellen wir Ihnen die wesentliche Inhalte unseres Vortrags auf der Antragskonferenz am 16. Dezember 2020 zur Verfügung: Zu den Vortragsfolien geht es über diesen Link.

Ausgleich für den Naturverbrauch

Die Natur bahnt sich ihren Weg. Der Spruch ist alt und weise. Trotzdem braucht sie die Hilfe des Menschen: Immerhin hat der ja auch an vielen Stellen in die Natur eingegriffen. Und nicht immer zu ihrem Vorteil. Auch für die Rückholung wird in die Landschaft eingegriffen. Bäume werden gefällt, Flächen versiegelt. Das ist nicht zu vermeiden, um die Rückholinfrastruktur zu bauen.  Nicht nur beim Bau des Betriebsgeländes für den neuen Schacht Asse 5, sondern auch für die Abfallbehandlungsanlage und das Zwischenlager werden Flächen benötigt. Auch wenn diese Maßnahmen erst in späteren Antragskomplexen behandelt werden, möchte die BGE frühzeitig über die gesamten notwendigen so genannten Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen sprechen.
Der Gesetzgeber hat zum Schutz der Natur hohe Auflagen erlassen. Renaturierung und Aufforstung sind die Stichworte. Wenn an einer Stelle Flächen durch Bebauung zerstört und versiegelt werden, müssen an einem anderen Ort neue Naturräume entstehen, um einen Ausgleich zu schaffen.

Der Eingriff in die Natur und das Landschaftsbild muss vom Verursacher kompensiert werden. Das ist für die BGE nicht neu. Bereits in der Vergangenheit hat sie an viele Stellen zur Verbesserung des Naturzustands beigetragen. Zuletzt wurde in der Gemeinde Cremlingen im Bereich Destedt aufgeforstet – als Ausgleich für den Bau der Bohrplätze für die Erkundungsbohrungen R10 und R11. Teile der Bevölkerung kritisierten,  dass sie zu weit weg vom Ort der Zerstörung liegt. Die aufgeforstete Fläche liegt rund 14 Kilometer von der Schachtanlage Asse II entfernt.

Der Ausgleich über Naturschutzbeiträge sind nicht beliebig. Art, Umfang und Ort der Maßnahmen werden durch die zuständige Naturschutzbehörde festgelegt. Grundlage ist das Bundesnaturschutzgesetz. Das Land Niedersachsen hat hierzu im Internet  umfangreiche Informationen zusammengestellt. Sie finden diese auf der Internetseite des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten und Naturschutz.

Die Entscheidungsspielräume für Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen sind nicht so groß, wie manchmal gewünscht. Manche grundsätzlich gute Idee scheitert am Rahmen des rechtlichen Regelwerks. Die BGE bittet dennoch um Ihre Anregungen. Diese will die BGE gerne aufgreifen, um gemeinsam mit den zuständigen Behörden zu prüfen, welche Maßnahmen mit den gesetzlichen Vorgaben vereinbar und damit auch umsetzbar sind. Sie sind die Expertinnen und Experten für Ihre Region. Dieses Wissen würde die BGE gerne aufgreifen. Denn die Asse soll als lebenswerter Natur- und Lebensraum erhalten bleiben.

Diskutieren Sie mit und sagen Sie uns ihre Meinung!

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  Ausgleich für den Naturverbrauch
Geschrieben von: bge_moderator - 21.02.2021, 21:13 - Forum: Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen – Bereich Asse - Antworten (8)

Um den Einstieg in die Diskussion zu erleichtern, geben wir an dieser Stelle die für dieses Thema wichtigen Inhalte aus unserer Multimedia-Anwendung zur frühen Öffentlichkeitsarbeit wider. Zur gesamten Multimedia-Anwendung gelangen Sie hier.
Darüber hinaus stellen wir Ihnen die wesentliche Inhalte unseres Vortrags auf der Antragskonferenz am 16. Dezember 2020 zur Verfügung: Zu den Vortragsfolien geht es über diesen Link.

Ausgleich für den Naturverbrauch
 
Die Natur bahnt sich ihren Weg. Der Spruch ist alt und weise. Trotzdem braucht sie die Hilfe des Menschen: Immerhin hat der ja auch an vielen Stellen in die Natur eingegriffen. Und nicht immer zu ihrem Vorteil. Auch für die Rückholung wird in die Landschaft eingegriffen. Bäume werden gefällt, Flächen versiegelt. Das ist nicht zu vermeiden, um die Rückholinfrastruktur zu bauen.  Nicht nur beim Bau des Betriebsgeländes für den neuen Schacht Asse 5, sondern auch für die Abfallbehandlungsanlage und das Zwischenlager werden Flächen benötigt. Auch wenn diese Maßnahmen erst in späteren Antragskomplexen behandelt werden, möchte die BGE frühzeitig über die gesamten notwendigen so genannten Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen sprechen.

Der Gesetzgeber hat zum Schutz der Natur hohe Auflagen erlassen. Renaturierung und Aufforstung sind die Stichworte. Wenn an einer Stelle Flächen durch Bebauung zerstört und versiegelt werden, müssen an einem anderen Ort neue Naturräume entstehen, um einen Ausgleich zu schaffen.

Der Eingriff in die Natur und das Landschaftsbild muss vom Verursacher kompensiert werden. Das ist für die BGE nicht neu. Bereits in der Vergangenheit hat sie an viele Stellen zur Verbesserung des Naturzustands beigetragen. Zuletzt wurde in der Gemeinde Cremlingen im Bereich Destedt aufgeforstet – als Ausgleich für den Bau der Bohrplätze für die Erkundungsbohrungen R10 und R11. Teile der Bevölkerung kritisierten,  dass sie zu weit weg vom Ort der Zerstörung liegt. Die aufgeforstete Fläche liegt rund 14 Kilometer von der Schachtanlage Asse II entfernt.

Der Ausgleich über Naturschutzbeiträge sind nicht beliebig. Art, Umfang und Ort der Maßnahmen werden durch die zuständige Naturschutzbehörde festgelegt. Grundlage ist das Bundesnaturschutzgesetz. Das Land Niedersachsen hat hierzu im Internet  umfangreiche Informationen zusammengestellt. Sie finden diese auf der Internetseite des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten und Naturschutz.

Die Entscheidungsspielräume für Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen sind nicht so groß, wie manchmal gewünscht. Manche grundsätzlich gute Idee scheitert am Rahmen des rechtlichen Regelwerks. Die BGE bittet dennoch um Ihre Anregungen. Diese will die BGE gerne aufgreifen, um gemeinsam mit den zuständigen Behörden zu prüfen, welche Maßnahmen mit den gesetzlichen Vorgaben vereinbar und damit auch umsetzbar sind. Sie sind die Expertinnen und Experten für Ihre Region. Dieses Wissen würde die BGE gerne aufgreifen. Denn die Asse soll als lebenswerter Natur- und Lebensraum erhalten bleiben.

Diskutieren Sie mit und sagen Sie uns ihre Meinung!

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  Umgang mit den Gesteinsmassen
Geschrieben von: bge_moderator - 21.02.2021, 21:09 - Forum: Umgang mit den Gesteinsmassen - Antworten (1)

Um den Einstieg in die Diskussion zu erleichtern, geben wir an dieser Stelle die für dieses Thema wichtigen Inhalte aus unserer Multimedia-Anwendung zur frühen Öffentlichkeitsarbeit wider. Zur gesamten Multimedia-Anwendung gelangen Sie hier
Darüber hinaus stellen wir Ihnen die wesentliche Inhalte unseres Vortrags auf der Antragskonferenz am 16. Dezember 2020 zur Verfügung: Zu den Vortragsfolien geht über diesen Link.

Umgang mit den Gesteinsmassen

Im Bergbau werden Rohstoffe aus dem Erdinneren herausgeholt und verwertet. Aber nicht alles Gestein, das aus dem Berg geholt wird, ist ein verwertbarer Rohstoff.  In der Sprache des Bergbaus heißt solches Gestein „Haufwerk“. Das Haufwerk muss gelagert oder anderweitig entsorgt werden.

Auch im Rahmen der Rückholung der radioaktiven Abfälle aus der Schachtanlage Asse II wird Haufwerk anfallen. So etwa beim Bau des neuen Schachtes Asse 5, beim Bau, dem Auffahren, der Verbindungsstrecken zum Bestandsbergwerk sowie beim Ausbau des Rückholbergwerks. Die BGE will das Volumen des Haufwerks möglichst klein halten. Dennoch werden insgesamt rund 700.000 Kubikmeter Gestein als Haufwerk erwartet. Das entspricht einem Würfel mit einer Kantenlänge von rund 90 Metern. Der überwiegende Teil wird Salz sein. Ein geringer Teil wird aus den Gesteinen des Deckgebirges bestehen. Dazu gehören zum Beispiel Buntsandstein oder Muschelkalk.

Gesteine, die nicht weiterverwertet werden, werden manchmal zu künstlichen Bergen aufgeschüttet. Sie heißen in der Sprache des Bergbaus „Halde“. Halden müssen überwacht werden, denn Regen und Wind tragen Material in die Umgebung. Bei einer Salzhalde kann das Salz in umgebende Gewässer oder ins Grundwasser gelangen. Der Salzgehalt kann gefährlich ansteigen und Tiere und Pflanzen gefährden. Wir die Halde aufgeschüttet, soll dieser  künstliche Berg in die Landschaft integriert werden, dass er möglichst attraktiv oder ein wenig „unauffällig“ ist.

Nicht immer kann das Haufwerk vor Ort eingesetzt werden. Anderswo kann es aber nutzbringend verwertet werden. Es wird benutzt, um alte, ausgebeutete Bergwerke wieder zu verschließen. Das ist nicht nur eine praktische Lösung zur Vermeidung von Halden, es verringert auch ein Absacken des Geländes über den alten Bergwerken.
Manche Halden werden erst aufgeschüttet und später wieder abgetragen. Zum Beispiel liegt ein großer Teil der Halde Ronnenberg bei Hannover, von der diese Bilder stammen, heute in der Schachtanlage Asse II. Das Salz aus Ronnenberg wurde von 1995 bis 2004 in die Asse gebracht, um das Bergwerk zu stabilisieren. Das Salz wurde in die Kammern mit Hilfe eines Luftstroms eingeblasen. Die dabei eingeschlossene Luft entwich mit der Zeit und das Material sackte zusammen. An der Kammerdecke bildeten sich neue Hohlräume, sogenannte Firstspalte. Diese werden nun aufwändig mit einem speziellen Beton auf der Basis von Salz verfüllt, um das Bergwerk weiter zu stabilisieren.  Insgesamt wurden rund 2,1 Millionen Tonnen Salz zur Asse transportiert. Das entspricht einem Haufwerksvolumen von rund 1,5 Millionen Kubikmeter.

Andere Halden bleiben für immer. Sie verändern also auf Dauer das Landschaftsbild. Im Ruhrgebiet ist das zu sehen. Hier werden Halden zu Hügeln begrünt. Sie sind zur Aussichtsplattform oder zum Freizeitgelände geworden.
Obere Bodenschichten können auch wieder zur Renaturierung genutzt werden. Dies wird zum Beispiel bei den Erkundungsbohrungen Remlingen 10 und Remlingen 11 umgesetzt. Hier werden temporäre Bohrplätze errichtet. Der abgetragene Boden wird neben dem Bohrplatz aufbewahrt. Nach Ende der Arbeiten wird das Material wieder an seinen Platz zurück gebracht und die Fläche renaturiert.

Für  den Bau des neuen Schachtes und neuer Grubenräume müssen größere Mengen Gestein aus dem Berg geholt werden. Sonst  kann die für die Rückholung notwendige Infrastruktur nicht aufgebaut werden. Doch was soll mit dem sogenannten Haufwerk passieren?

Diskutieren Sie mit und sagen Sie uns Ihre Meinung!

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  Willkommen im BGE Forum!
Geschrieben von: bge_moderator - 17.02.2021, 12:05 - Forum: Willkommen im BGE Forum! (bitte vor Benutzung lesen) - Keine Antworten

Willkommen im Forum!

Die BGE ist in das Genehmigungsverfahren zur Rückholung der radioaktiven Abfälle aus der Schachtanlage Asse II eingestiegen. Im Mittelpunkt der aktuellen frühen Öffentlichkeitsbeteiligung steht der erste von insgesamt vier geplanten Antragskomplexen auf dem Weg zur Rückholung. In diesem geht es um den Bau einer Schachtröhre und die Anbindung an das bestehende Bergwerk. Weitere Informationen zur Rückholung und zum Verfahren finden Sie in unserem Themenschwerpunkt. Hier im Forum können Sie gerne miteinander und mit uns über die geplanten Maßnahmen diskutieren. Beiträge, die in einem nicht zivilen Ton vorgetragen werden, oder Beleidigungen, werden von unseren Moderatorinnen und Moderatoren gelöscht. Um eine bessere Übersicht der Diskussionen zu ermöglichen behalten wir uns vor, dass wir bei Bedarf neue Bereiche eröffnen.

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare und eine angeregte Diskussion!

 
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